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Hecht (Esox lucius)

Jeder kennt ihn, den Räuber der Fischwelt...
Es geht natürlich um den Hecht, der auch unter dem Namen Esox bekannt ist.
Unter den Raubfischen ist er wohl einer der beliebtesten.
Er hat einen torpedoförmigen Körper mit einem verhältnismässig langen Kopf, eine grosse Rückenfläche und eine weit nach hinten versetzte Rücken- und Afterflosse.
Sein Körper weist meistens eine gelbgrüne bis olivgrüne Färbung auf, sein Bauch schimmert weisslich. Mit seinen hellen Streifen wirkt er in seiner Färbung ein wenig marmoriert.
Das Maul ist einem Entenschnabel ähnlich und oberständig, ist sehr gross und mit in mehreren Reihen angeordneten spitzen und sehr scharfen Zähnen ausgestattet. Darum ist beim Angeln immer Vorsicht geboten, denn hat sich der Hecht einmal die Hand des Fischers geschnappt, ist sie nicht mehr so leicht herauszubekommen, da die Zähne leicht nach hinten stehen...


Der Hecht kommt in vielen Gebieten auf der Welt vor, am meisten verbreitet ist er aber in Nordasien und Europa. In Nordamerika lebt ein naher Verwandter des Esox, der Muskie. In Europa existiert aber nur der hier bekannte Hecht.
Er kommt in allen Gewässern Mitteleuropas vor, die ihm genügend Lebensmöglichkeiten bieten.
Es gibt ihn ausserdem auch in schwach salzigen Boddengewässern an der Ostseeküste.
Findet er genügend Nahrung, ist der Hecht ein standorttreuer Fisch, ansonsten wandert er im Gewässer umher. Als Einzelgänger lässt er keine anderen Artgenossen in sein Revier eindringen.
Dieses befindet sich meist in den vegetationsreichen Uferzonen stehender oder langsam fliessender Gewässer. Hier lauert der Hecht zwischen Wasserpflanzen, unter Uferböschungen, Bäumen oder Ästen auf seine Beute. Packt er zu, schnappt er sie sich meistens quer und dreht sie dann in seinem Maul in die richtige Stellung.
Als Raubfisch ernährt sich der Esox in seiner Jugend zuerst von tierischem Plankton und von Fischbrut, später stehen dann Fische aller Art, Frösche und Vögel, selten aber auch kleinere Säugetiere auf seinem Speiseplan. Auch Artgenossen werden nicht verschmäht...
Durchschnittlich werden Hechte zwischen 50 bis 100 cm lang, aber auch Längen von bis zu 150 cm (Weibchen) sind möglich. Diese wiegen dann bis zu 25 kg.
Sie erreichen ein Alter von bis zu 15 Jahren, es wurde aber schon von bis zu 30 Jahre alten Räubern erzählt...


Hechte pflanzen sich im Frühjahr (Februar bis Mai) fort, bei Wassertemperaturen unter 8° Grad Celsius. Sie heften ihre Eier an Wasserpflanzen (bis zu 40'000 pro kg Körpergewicht). Nach 10 - 20 Tagen schlüpfen schliesslich die Larven, bleiben aber weiter an den Pflanzenstängeln haften.
Die jungen Fische ernähren sich anfangs vorwiegend von Kleinkrebsen, nach 4 - 5 Wochen und mit einer Körperlänge von ca. 5 cm, erfolgt die Umstellung auf Fisch als Hauptnahrung sowie der Beginn des Kannibalismus.
Geschlechtsreif wird der Hecht mit 1 - 2 Jahren.


Als geeignete Angelmethoden auf Hecht gelten das
Spinn- und Schleppangeln,
sowie das Posenangeln mit Hechtposen.
Als Köder verwendet man am Besten grosse Wobbler, Spinner, Blinker, Gummifische sowie Köderfische am System. In Boddengewässern (Ostseeküste) kann man es auch mal mit leichten Pilkern versuchen.
Als beste Fangzeit während des eines Jahres gilt der Herbst.
Betreffend Köder orientiert man sich am Besten am aktuellen Nahrungsangebot.
Also gilt es, die Hechte im Frühjahr mit Weissfischen (am System) anzulocken, im Juli und August, wenn die Hechte in der Dämmerung an der Oberfläche jagen, sollte man es mit Schwimmködern wie Jerkbaits oder Schwimmwobblern versuchen. Im Herbst schliesslich ist es Zeit für Naturköder, Netze und Würme auf dem Gewässergrund. Im Winter wiederum versprechen grosse öderfische im natürlichen Hecht- oder Barschdesign am meisten Erfolg. Da zu dieser Zeit die Hechte tief stehen und träge geworden sind, sollte man den Köder nun tief und langsam führen.
Kleiner Tipp :
Ein guter Fang erzielen lässt sich mit kleinen Meerfischen wie Hering, Makrele oder Stint, egal ob als Fischfetzen oder als kompletter Köderfisch am System...


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