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Felchen (Coregonus)

Der Felchen, lateinisch Coregonus, gehört zur Familie der Forellenfische (Salmonidae).
Weitere Namen für diese Art sind Reinanken, Renken, Coregonen, Schnäpel oder Maränen, je nach Region und Unterart.
Die Gattung Coregonus ist die artenreichste innerhalb der Forellenfische.
Anhand ihrer äusseren Erscheinungsform lassen sich die einzelnen Unterarten nur schwer voneinander unterscheiden. Zur genaueren Bestimmung dienen die Kiemenreusendornen, deren Anzahl, Form und Anordnung je nach Art variieren.


Die Coregonen leben meist in tieferen Seen, (ab ca. 50 Meter), zum Beispiel im Bodensee und anderen Voralpenseen, in der Seenkette um den Bielersee, dem Neuenburgersee und dem Genfersee. Auch in norddeutschen Seen wie dem Ratzeburgersee, Schaalsee, Schwerinersee oder dem Plönersee sind sie anzutreffen.
Aber auch im Salzwasser trifft man auf einige Arten, zum Beispiel in der Ost- und Nordsee.
Sie ernähren sich, je nach Unterart, von Plankton oder grösseren Tieren. Trotz naher Verwandtschaft haben viele Arten trotzdem unterschiedliche Nischen besetzt : So nehmen zum Beispiel Schwebrenken ihre Nahrung im freien Wasser auf, während Bodenrenken wie ihr Name schon sagt, sich am Gewässergrund auf Nahrungssuche begeben.


Die Coregonen sind sehr beliebte Speisefische, die gebraten, geräuchert, seltener auch gekocht und gedünstet werden.
Da sich besonders die begehrten Schwebrenken (Blaufelchen, Edelmaräne) von Plankton ernähren, kann man sie nicht mit einer herkömmlichen Angel fangen.
Anstattdessen fängt man sie traditionell mit dem Stellnetz oder mit grossen Reusen.
Dies jedoch nur während der Paarungszeit von Juni bis Juli, da sich die Fische ansonsten an tieferen Stellen aufhalten.
Der Angler kann Maränen auch mit Hegenen fangen, den Mehrfach-Hakensystemen mit als Mückenlarven getarnten Angelhaken, den sogenannten "Nymphen".


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