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Barsch (Perca fluviatilis)

Der Barsch, hier auch als Egli oder Krätzer bekannt, ist besonders beliebt unter den Süsswasser-Speisefischen.
Er hat eine gedrungene, mit zunehmendem Alter breite Körperform in einer oliven Färbung. Unverwechselbar sind seine dunklen, vertikalen Streifen auf beiden Seiten.
Er besitzt zwei Rückenflossen, die vordere ist mit Stachelstrahlen versehen, zudem brustständige Bauchflossen auf beiden Seiten.
Alle seine Flossen bis auf seine Rückenflossen sind rötlich bis orange gefärbt.
Am Ende der Kiemendeckel findet sich ein kleiner Dorn, seine Schuppen sind klein und fest.
Als Raubfisch hat der Barsch ein grosses, endständiges Maul mit kleinen Zähnen.


Beheimatet ist der Barsch in fast allen Binnengewässern Europas sowie im Brackwasser der Ostsee, davon ausgenommen sind Schottland, der Norden von Norwegen sowie die westliche Balkan-Halbinsel.
Er gilt als sehr anpassungsfähig und lebt vor allem in stehenden und langsam fliessenden Gewässern mit hartem Grund.
So findet man ihn sowohl in Teichen und Stauseen als auch in Bächen und Flüssen.
Barsche gelten bis zu einem bestimmten Alter als Schwarmfische, danach leben sie als Einzelgänger.
Die Hauptnahrung von jungen Barschen, welche meist in Ufernähe leben, besteht vorwiegend aus kleineren Würmern, Insekten usw. Auch Fischlaich und -brut stehen auf ihrem Speiseplan. Darum nennt man sie auch Laichräuber.
Die grösseren Krätzer bewegen sich vorwiegend in der Freiwasserzone und fressen andere Fische sowie, ab und zu, auch Krebse. Der eigene Fischnachwuchs gehört ebenso zu ihrer Nahrung.
Solange die Barsche noch als Schwarm zusammenleben, bilden sie auf ihrer Suche nach Futter richtige Jagdtrupps. Sie treiben andere Fische zusammen und erbeuten diese dann gemeinsam.
Durchschnittlich werden Barsche zwischen 15 bis 30 cm, selten sogar bis zu 60 cm gross und über 3 kg schwer.
Überlebt er seine Jugend und endet nicht irgendwann an der Angel, kann der Krätzer bis zu 12 Jahre alt werden.


Die Laichzeit dauert in der Regel von März bis Mai, wobei das Wasser mindestens 10° C warm sein muss. Die Barsche versammeln sich zu Schwärmen, wandern teilweise ein wenig flussaufwärts und laichen dort an flachen Uferstellen ab.
Die ca. 1,5 - 2,5 mm grossen Eier (etwa 3000 - 300'000 pro Weibchen) werden in Form von bis zu einem Meter langen Gallertbändern an Wasserpflanzen, Steinen oder Ästen abgelegt. Nach rund einer Woche schlüpft die Fischbrut und wächst kontinuierlich. Nach ca. 2 Jahren etwa erreicht der Barsch seine Geschlechtsreife. Bei idealer Umgebung bezüglich Nahrungsangebot und Wasserwerten vermehren sie sich unheimlich schnell. Dies ist mit ein Grund, warum diese Fischart so verbreitet ist und so häufig vorkommt.


Zu den Fangmethoden :
Wie auch beim Hecht eignet sich auch hier das Spinnfischen und das Posenangeln sehr gut.
Auch das Grundfischen mit einem Tauwurm kann zum Fangerfolg führen.
Ideale Köder sind kleine Wobbler, Spinner oder Blinker. Mit einem Kunstköder im Barschdesign kann man neben Barschen auch ab und zu einen Hecht an die Angel bekommen.
Am System gelten aber auch kleine Köderfische als Erfolgsbringer, auch Würmer, Maden oder Larven an der Angel können nützlich sein.
Als Köder sollte man Kunstköder wie kleine Wobbler, Spinner oder Blinker wählen. Am besten eignen sich wohl Kunstköder im Barschdesign weil man damit auch schnell mal einen Hecht an die Angel bekommen kann, was natürlich ein netter Nebenfang wäre. Aber auch kleine Köderfische am System sollen sehr gute Erfolge bringen. Weitere geeignete Köder für diesen Fisch sind Würmer, Maden oder Larven.
Barsche lassen sich ganzjährig angeln wobei der Herbst die am besten geeignete Zeit ist.


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